20.02.2026, 20:00 Uhr

Fred Frith & Russudan Meipariani – ab:so:lut:space

20.02.2026, 20:00 Uhr – Christuskirche Bad-Canstatt
21.02.2026, 10-17 Uhr Improvisationsworkshop mit Fred Frith
Christuskirche, Daimlerstr. 17, 70372 Stuttgart- Bad Cannstatt

Im Frühjahr 2025 fand die erste musikalische Live-Begegnung von Fred Frith und Russudan Meipariani im Laboratorium Stuttgart statt- ein erfolgreiche, gefeierte Premiere, die für beide wie eine langjährige und vertraute Zusammenarbeit wirkte!

Beide Musiker:innen schöpften dabei aus einer unglaublichen Fülle an Fähigkeiten und Erfahrungen ihres musikalischen Lebens:

Fred Frith, eine Legende der improvisierten Musik, hat mit unterschiedlichsten Musiker:innen gearbeitet, für diverse renommierte Ensembles komponiert und Musik für preisgekrönte Filme geschrieben. Frith hat die Entwicklung experimenteller und improvisierter Musik seit den 1960er Jahren weltweit maßgeblich geprägt.

Russudan Meiparianis Ausgangspunkte sind klassische Musik und die polyphone Musik Georgiens. Daraus entwickelt sie seit Jahren durch ihren experimentellen Ansatz eine ganz eigene musikalische Sprache, spielt in unterschiedlichste Formationen und verbindet die Welten: akademische und nichtakademische Musik, archaische kaukasische Gesänge und westliche Musiktradition, komponierte und improvisierte Musik.

Frith und Meipariani vereinen in ihren Künstlerpersönlichkeiten technisches Können und Virtuosität mit Spiellust und der Fähigkeit, sich ganz dem absoluten space des Augenblicks zu öffnen. Ihre gemeinsame Improvisationen entstehen überwiegend durch experimentelle und aktuelle Spieltechniken und eröffnen dabei ganz besondere Klangräume jenseits aller Genre-Grenzen. Dabei bedienen sie sich an Strukturen und Klangfarben, die von Neuer Musik über Folklore, Ambient, minimal music bis zu Progressivem Rock reichen und schaffen damit eine einzigartige, organische Dramaturgie im Jetzt.

In unserer Gegenwart der sich zunehmend schließenden Grenzen und vertiefender Spaltungen wollen die beiden Musiker:innen die grenzenlose Freiheit der Kunst in den Mittelpunkt ihrer Begegnung stellen und mit Musik autonome Insel der Freiheit und des Austauschs schaffen: geschützte Räume der Liebe, der Verletzlichkeit, des Zarten, Brüchigen und Augenblicklichen, das sich in Interaktion mit dem umgebenden Raum im ab:so:lut::space des Gemeinsamen ereignet.

Am 20.02.2026 ist die Christuskirche Bad-Canstatt letzte und besondere Station der kleinen Deutschland-Tournee von Fred Frith und Russudan Meipariani. Das Konzert sowie der Improviations-Workshop von Fred Frith am Folgetag findet statt in Kollaboration mit urankyz kulturvermittlung www.urankyz.de

Das Konzert wird vom SWR aufgezeichnet und im Programm SWR Kultur gesendet. Online auf SWR Kultur.de

Improvisationsworkshop mit Fred Frith
Samstag, 21.02.2026 Christuskirche,

Daimlerstr. 17, 70372 Stuttgart- Bad Cannstatt
Termin: Sa., 21.2.2026: 10:00-13:00 ohne Instrumente; 14:00-17:00 mit Instrumente.
Kosten: 70 €/ Teilnehmer*in

Instrumente bitte mitbringen.
in Kollaboration mit urankyz kulturvermittlung
Da die Teilnehmerzahl limitiert ist, wird um rasche, verbindliche Anmeldung gebeten unter : ulrike.bohnet@gmail.com (wir führen eine Warteliste) – danke!

Dieser Workshop richtet sich an alle, die über gute musikalische Grundkenntnisse verfügen und lernen möchten, wie man improvisiert, oder ihre Improvisationsfähigkeiten verbessern möchten.

Der legendäre Multiinstrumentalist Fred Frith macht seit über 50 Jahren Musik und ist vor allem als wegweisender E-Gitarrist und Improvisator, Songwriter und Komponist für Film, Tanz und Theater bekannt. Mit Bands wie Art Bears, Massacre, Skeleton Crew, dem Fred Frith Guitar Quartet, Cosa Brava und dem FF Trio ist er seinen Wurzeln in der Rock- und Folkmusik treu.
Fred Frith, der für sein Lebenswerk in der experimentellen Musik mit dem italienischen Demetrio-Stratos-Preis und einer Ehrendoktorwürde der University of Huddersfield in seiner Heimat Yorkshire ausgezeichnet wurde, lehrte zwanzig Jahre lang am legendären Epizentrum der amerikanischen experimentellen Musik, dem Mills College in Oakland, Kalifornien, und leitete den Masterstudiengang Improvisation an der Musikakademie in Basel. Er ist das Thema von Nicolas Humberts und Werner Penzels beliebtem Film „Step Across the Border“, der von den Cahiers du Cinéma als einer der hundert einflussreichsten Filme des 20. Jahrhunderts bezeichnet wird.
Fred Frith zum Workshop:
“This moment is not the same: listening, hearing, and letting go.
The Dalai Lama’s advice for the New Millenium contains many useful thoughts for the improvising musician.
—Take into account that love and great achievements involve great risk
—Remember that not getting what you want is sometimes a wonderful stroke of luck
—Remember that silence is sometimes the best answer
There isn’t a “right” way or a “wrong” way to improvise. Sound impulses come from each individual, based on their own personal, musical, social andcultural history, and everyone has to negotiate the resulting listening spacewith self-respect, respect for others, and a sense of responsibility.
What works today for me may not work for you tomorrow, and vice-versa, so we are constantly re-configuring, re-negotiating, re-learning and unlearning, and generally re-inventing ourselves and our instruments according to the context, the situation in which we find ourselves.
How do we listen?
What are we listening to, or listening for?
What is the relationship between listening and musical action?
What just happened? What will happen next?
Did you intend for it to happen?
Is that important? Are there strategies that will always work? Would we want that?
These are a few of the ideas we will explore during this workshop.“

08.01.2026, 00:00 Uhr

Vorschau

31.01.2026
Lothar Ohlmeier: Bassklarinette
Isambard Khroustaliov: Modular Synthesizer & Computer
Rudi Fischerlehner: Schlagzeug
https://youtu.be/3BmXJmmbXn4?feature=shared

20.02.2026
Fred Frith: Gitarre & Elektronik
Russudan Meipariani: Klavier

21.02.2026
Fred Frith: Workshop

28.02.2026
BRUINE 
Michael Thieke: Klarinette 
Émilie Škrijelj: Akkordeon 
Tom Malmendier: Perkussion 
https://www.emilieskrijelj.com/en/music

28.03.2026:
Beat Keller:
Feedbacker, Gitarre
Michael Thieke: Klarinette
https://ftarrilabel.bandcamp.com/album/last-breath-s-city-looks-kind-heart

08.04.2026:
TAE
Theo Altmann: trumpet
Lucie Grael: tenor saxophone
Marvin Klopfer: synthesizer
Peter-Philipp Röhm: synthesizer, Ableton Live
Tim Strohmeier: drums, modular synthesizer
https://taesthetics.bandcamp.com/album/t-live

17.04.2026:
NAIL 
Michel Doneda:Soprano and Sopranino Saxophones
Alexander Frangenheim: Kontrabass
Roger Turner: Schlagzeug und Percussion
https://soundcloud.com/user-900191117/doneda-frangenheim-turner-nail-in-ulrichsberg-02-shank

20.05.2026:
Tetuzi Akiyama: Gitarre
Bryan Eubanks:
 Sopran Saxophon/Electronics, Modular Synthesizer
Gert-Jan Prins: Electronics, Percussion
Toshimaru Nakamura: No-Input Mixer
https://meenna.bandcamp.com/album/spring

06.06.2026:
John Edwards: Kontrabass
Alex Ward: Klarinette, Gitarre
Mike Gennaro: Schlagzeug
https://alexward.bandcamp.com/album/activity

31.01.2026, 20:03 Uhr

Ohlmeier * Khroustaliov * Fischerlehner  

Lothar Ohlmeier: bass clarinet
Isambard Khroustaliov: modular synthesizer & computer
Rudi Fischerlehner: drums

Das elektroakustische Trio von Lothar Ohlmeier, Rudi Fischerlehner und Isambard Khroustaliov wurde ohne große Fanfaren und Ankündigungen gegründet, sondern entwickelte sich organisch aus langjährigen Zusammenarbeiten der Mitglieder in verschiedenen Projekten und aus gegenseitigem Interesse an der Musik der anderen. Seit 2019 hat die Band zwei Alben auf dem englischen Label Not Applicable veröffentlicht: „Hypertide over Kiribati“ und „In the Gloaming“.

Die Musik gleicht einem Gespräch unter Freunden, das sich über den Lauf des Tages entwickelt. Abends steht niemand auf, um das Licht anzuschalten, stattdessen sinkt die Dämmerung und die einhergehende Stille auf die Runde herab. Echos und Überreste des Tages werden durch diesen neuen Seinszustand gefiltert; die Sinne sind geschärft, der Verstand wach, während das Sichtbare in den Hintergrund tritt. Die Umgebung, die einst so absolut, fest und sicher schien, verflüssigt sich in einen Strom von Anspielungen und Fragen.

The electroacoustic trio of Lothar Ohlmeier, Rudi Fischerlehner and Isambard Khroustaliov came about, without fanfare or design, through mutual friendship, empathy and curiosity in each other’s music. Since 2019, the band has released two albums on the English label Not Applicable: “Hypertide over Kiribati” and “In the Gloaming.”

Imagine a conversation between friends unfolds as the day fades. No one gets up to turn the lights on, instead, they revel in the spell twilight weaves and the quieting world around them. Echos and remains of the day are filtered through this new state of being; senses on edge, wits sharpened as what is visible recedes. The surroundings that had once seemed so absolute, rigid and certain dissolve and unravel in a flow of allusions and enquiry. Thoughts and actions, adrift once more, surf the infinite flux of space and time.

Aktuelles Album https://not-applicable.bandcamp.com/album/in-the-gloaming
Website https://www.rudifischerlehner.net/hypertide.html


Pressestimmen:

„The music reflects an intimate and highly nuanced, conversational mode, a democratic, three-way musical exchange of ideas and deep listening.“
Salt Peanuts

„Sound truly unlike anything else.“
Electronic Sound

„It makes you think, but also makes you feel — and that can only be a good thing.“
Freq

„Beim Eröffnungstrack (…) wummern aus den Tiefen Soundteppiche des Elektronikers Khroustaliov, dunkel und intensiv, die einen umhüllen und ihm in die Magengrube drücken. Während Fischerlehners Schlagzeug immer wieder kleine Lawinen auslöst, bringt er die Becken zum Singen, sodass sie perfekt mit der Elektronik harmonieren. Die Bassklarinette Ohlmeiers bringt pessimistische und intensive Melodien zutage.“
Freistil

20.12.2025, 20:02 Uhr

Michael Lentz – Marino Pliakas – Michael Wertmüller

Michael Lentz: Stimme, Saxophon
Marino Pliakas: Bass
Michael Wertmüller: Schlagzeug

MICHAEL LENTZ (*1964) studierte Germanistik, Geschichte und Philo­sophie und wurde 1999 mit der zwei­bändigen Dissertation Lautpoesie/-musik nach 1945. Eine kritisch-dokumentarische Bestands­aufnahme promoviert. 2001 erhielt er für seinen Text Muttersterben den Ingeborg-Bachmann-Preis. Im Mai 2006 wurde er als Professor auf den Lehr­stuhl für Literarisches Schreiben des Deutschen Literatur­instituts Leipzig berufen, den er bis heute innehat. Lentz war Mit­herausgeber der Literatur­zeitschrift Neue Rundschau. Seit 2014 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er lebt in Berlin und Leipzig.

Michael Lentz’ Auftritte sind wuchtige, präzise inszenierte, aber nie berechenbare Konfron­tationen mit unserer Sprache. Der Mensch versucht, mit den begrenzten Mitteln der Sprache etwas als viel­sagend Empfundenes zu kommunizieren – Michael Lentz macht dies auf eine selten intensive Art erlebbar, wie es in der Jury­begründung für den Preis der Literatur­häuser heisst. Lentz zweifelt die Benennungs­kraft des Wortes an, er verlässt sich auf die Sprache als Sprache, nicht auf die Sprache als Abbildungs­maschinerie. Was dabei im poetischen Prozess herauskommt, ist ein sprödes, störrisches, wiewohl witziges und sehr kluges Sprechen und Schreiben. Eine Dosis (Sprach)Zweifel, in dieser Qualität verabreicht, hat noch niemandem geschadet.
(Aus der Programmankündigung des Literaturfestivals Leukerbad)

Im Südwestrundfunk heisst es über ihn: «Michael Lentz ist zweifellos ein Sprach­spieler, ein begnadeter Sprach­künstler.»

Heimwärts. Roman. S. Fischer 2024
Grönemeyer. S. Fischer 2024
Chora. Gedichte. S. Fischer 2023
Schattenfroh. Ein Requiem. Roman. S. Fischer 2018
Pazifik Exil. Roman. S. Fischer 2007

Lentz ist auch ein großartiger Saxophonist! Zusammen mit der präzisen und dynamischen Schweizer Rhythmusgruppe Pliakas/Wertmüller erkundet das Trio das bisher Unbekannte zwischen Wort und Klang. Freie Musik in Reinkultur: Ein delirierendes Kontinuum der Klangpoesie mit vorgegebenen und offenen musikalischen Strukturen. Feurig, tiefgründig, witzig!

MICHAEL WERTMÜLLER (1966) und MARINO PLIAKAS (1964) tourten seit 2004 als Rhythmusgruppe von FULL BLAST zusammen mit Peter Brötzmann hunderte von Konzerten weltweit; außerdem arbeiteten sie in verschiedenen Projekten mit Caspar Broetzmann, John Cale, Holger Csukay, FM Einheit, Peter Evans, Marian Gold, Mats Gustafsson, Keiji Haino, Toshinori Kondo, Joe McPhee, Ava Mendoza, Mouse on Mars, Jaki Liebezeit, KK.Null, Jim O’Rourke, Olaf Rupp, Mars Williams, Stephan Wittwer, Otomo Yoshihide, IVES #1, u.v.a.; Zusammenarbeit mit Pliakas‘ Avant-Trio STEAMBOAT SWITZERLAND, verschiedene Opern und Neue Musik-Kontexte mit Klangforum Wien, MusikFabrik Köln, Ensemble Courage Dresden, Hamburger Staatsoper, Theater Basel, Ruhrtriennale, Donaueschingen, Schauspielhaus Hamburg, Staatsoper Hannover etc.etc.) Beide waren mit ihren verschiedenen Bands weltweit auf Tournee (MW: William Parker Trio, Alboth!, 16-17, W2; MP: steamboat switzerland, sludge 2000 usw.).

11.10.2025, 20:00 Uhr

Georg Wissel & Paul Lytton

– loose connections –

Paul Lytton: table top percussion, bits & pieces
Georg Wissel: augmented tenor and alto sax

Anlässlich der soeben auf dem auf dem arrivierten Londoner Label ConfrontRecordings erschienenen CD LOOSE CONNECTIONS 

Seit 2006 amalgamieren WISSEL & LYTTON ihre spezifischen musikalischen Universen zu einem schillernden und stets unvorhersehbaren Fluss von klingenden Ideen und Assoziationen. Das Duo spielt dabei mit ebenso viel Vergnügen, wie Aufmerksamkeit und Sensibilität für den Klang und den Moment.

Saxophonist Georg Wissel versteht sich als Sculptor of compressed air und nutzt neben erweiterten Spieltechniken die unterschiedlichsten Utensilien zur klanglichen Modulation seiner Instrumente. 
Perkussionist Paul Lytton arrangiert und belebt seinen Fundus an sorgfältigst ausgewählten Klangerzeugern aus Haushalt und Perkussion auf seinem ‚Tisch‘.

Das Set-up von WISSEL & LYTTON hat somit den Charakter einer (akustischen) Werkstatt. Das Duo spielt ohne vorgegebene Konzepte oder versteckte Absprachen. Alle Karten werden offen ausgespielt und das Publikum wird gleichberechtigter Zeuge eines höchst assoziativen künstlerischen Prozesses. 

As Paul says: “This is not about to entertain, but to stimulate your imagination!”

Das schreibt die Presse: 
„An unusual and engrossing concert of free dialog using tightly controlled technique between two legendary free jazz improvisers: Percussionist Paul Lytton performing on tabletop percussion and „bits and pieces“, and saxophonist Georg Wissel performing on augmented alto saxophone and tenor saxophone, from reserved intricate detail to forcefully passionate expression.“Squidco, USA

„It’s mesmerizing and delicate music. The interplay between them is fantastic. There’s never a dull moment here. Attentive listening required here! And deservedly so.“ (Mark Daelman-Sikkel in Vital Weekly 1456)

„The Lytton-Wissel alliance is in no way fortuitous or random, but can be seen as an existential poetic drift. The blower’s trajectory follows in the footsteps of the Evan Parker of the duo with Lytton, of Doneda, Leimgruber and Zorn etc… but, above all, evolves on its own particular terrain. It’s worth pointing out that Paul Lytton is one of a handful of ‘pioneers’ among the radical ‘bruitist’ improvisers of the early days, along with Eddie Prévost, Keith Rowe, Hugh Davies, etc…. Really convincing.“  (J-M V Schouwburg in orynx-improvandsounds.blogspot.com/2024/10/)
 

Georg Wissel: https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wissel
Paul Lytton: https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Lytton

hört-hört:
https://confrontrecordings.bandcamp.com/album/loose-connections
https://soundcloud.com/georg-wissel/sets/wissel-lytton

schaut:
live at LOFT, excerpt: https://vimeo.com/764193396

20.09.2025, 20:30 Uhr

ELLIOTT SHARP * Reading and Performance

In this program, Sharp will read selections from his latest book, Feedback: Translations From The IrRational and perform solo electroacoustic music on 8-string guitarbass and electronics.

ELLIOTT SHARP leads SysOrk, Orchestra Carbon, Terraplane, and Tectonics and pioneered use of fractal geometry, chaos theory, and genetics in musical composition and interaction.

His opera Port Bou premiered October 2014 at Issue Project Room and his suite Tribute:MLK Berlin ’64 opened the 2014 Berlin Jazz Festival.  Storm Of the Eye appears on violinist Hilary Hahn’s Grammy-winning album In 27 Pieces and Turing Test for the Neue Vocalsölisten Stuttgart premiered at the Venice Biennale in 2012. Sharp has been featured at festivals New Music Stockholm, Darmstadt, Donaueschingen, and Au Printemps and is the subject of the documentary film Doing The Don’t.

Sharp was awarded the Berlin Prize for Music Composition for 2015; a Guggenheim Fellowship in 2014; a Fellowship from the Center for Transformative Media in 2014. In 2003, he received a Fellowship from the Foundation For Contemporary Art.

Sharp’s collaborators have included Radio-Sinfonie Frankfurt; singer Debbie Harry; Ensemble Modern; Nusrat Fateh Ali Khan; blues legends Hubert Sumlin and Pops Staples; pianist Cecil Taylor; multimedia artists Christian Marclay and Pierre Huyghe; and Bachir Attar, leader of the Master Musicians Of Jajouka.

From The Publisher: Feedback is a wide-ranging meditation on music, sound, artificial intelligence, consciousness, contemporary culture and politics, and the life of the touring musician. Author Elliott Sharp is considered one of the central figures in NYC’s Downtown Scene and is a composer, producer, multi-instrumentalist, visual artist, and educator. Starting from a background in the sciences, Sharp found his passion for music as a teen, and it has never abated. His philosophy is informed not just by music and its creation but by continuing studies in physics and genetics and a visceral interest in our modern world and its joys and horrors. In Feedback, Sharp engages in speculative thought about how consciousness might have arisen and what the future holds for humanity with the advent of an Artificial Intelligence that is certainly artificial but might not exactly be intelligent. The „Improviser’s Mind“ is discussed in the context of post-quantum physics, probability, socio-acoustics, and Butoh dance. Sharp loves to digress into unpredictable areas but ties it all together in an overarching narrative that is both personal and conceptual.

Marc Ribot: Elliott Sharp is among the most important musicians to come out of NYC’s Downtown Scene. His work is original and conceptually rigorous. Feedback illuminates the deep thought behind Elliott’s work and documents a key part of the NY scene. | hope the intellectual/artistic/emotional feedbacks these pages describe will continue to loop and build… into a howling resistance to the brutal homogenizing corporate technologies of our time.

Links:
http://www.elliottsharp.com
https://zoar-records.bandcamp.com
https://www.instagram.com/elliott_sharp
https://elliottsharp.substack.com/
https://mitpress.mit.edu/books/irrational-music

https://elliottsharp1.bandcamp.com
https://elliottsharpsterraplane.bandcamp.com

Various reviews:
https://www.premierguitar.com/features/artist-features/nels-cline-on-elliott-sharp
https://www.sequenza21.com/2016/02/elliott-sharp-the-boreal/
https://jazztrail.net/blog/joe-morris-elliott-sharp-realism-album-review
https://www.guitarmoderne.com/book-reviews/book-review-irrational-music-by-elliot-sharp
https://classicalmodernmusic.blogspot.com/2016/06/elliot-sharp-tranzience.html
https://classicalmodernmusic.blogspot.com/2018/12/elliott-sharp-dispersion-veni-academy.html

17.05.2025, 20:30 Uhr

Otomo Yoshihide * Emilie Skrijelj * Tom Malmendier

Otomo Yoshihide : turntables
Emilie Skrijelj: turntable
Tom Malmendier: drums

„Everything makes sound, everything makes noise, and the spectacle is mesmerizing. But let’s not be mistaken, the spectacle captivates because, above all, it possesses flawless musicality. There is never any repetition; the vocabulary is certainly unusual, but from the scratching, scraping, and tearing, complemented by the omnipresence of a drum that always moves forward, emerges an unwavering energy with a deep pulse that beats like a heartbeat—the heartbeat of both the musicians and the audience.“ Review Nicolas Dourlhès , „La tournée des tourne-disques à Tours“  link, March 2024

https://otomoyoshihide.com/en
https://de.wikipedia.org/wiki/Yoshihide_Otomo
https://www.emilieskrijelj.com/
https://www.tomalmendier.com/

15.05.2025, 20:30 Uhr

Birgit Ulher & Jaap Blonk

Ein spannendes, neues Duo! Zwei Improvisatoren, die unermüdlich über die Grenzen ihrer Instrumente hinausgehen und über eine große Bandbreite an erweiterten Techniken, Präparationen und Elektronik verfügen.

Birgit Ulher – Trompete, Radio, Lautsprecher, Objekte
Jaap Blonk – Stimme, Elektronik 

(Foto: Gero Sander)

Birgit Ulher lebt als freischaffende Musikerin, Klangkünstlerin und Komponistin in Hamburg. Nach ihrem Studium im Bereich der bildenden Kunst entwickelte sie eigene Spieltechniken und Präparationen mit Trompete, Radio, Lautsprechern und Objekten. Ihre Arbeit umfasst akustische und elektroakustische Projekte, Soloperformances, Konzert- und Klanginstallationen, Videos, Konzeptstücke und Konzerte im Bereich der improvisierten / experimentellen Musik. Sie hat zahlreiche Stipendien erhalten und ist mit ihrer Konzerttätigkeit international unterwegs.
https://birgit-ulher.de/

Jaap Blonk (geboren 1953 in Woerden, Holland) ist Komponist, Dichter, Musiker und bildender Künstler. Er studierte zunächst Mathematik und Musikwissenschaft, brach diese Ausbildungen jedoch ab. In den späten 70er Jahren begann er zu komponieren. Wenige Jahre später entdeckte er sein stimmliches Potential, zunächst beim Rezitieren von (Laut-)Gedichten, dann beim Improvisieren und bei der Aufführung eigener Vokalkompositionen. 

Nach und nach hat er auch Live-Elektronik in seine Auftritte integriert, und damit eine ähnliche Felixibilität erreicht wie mit der Stimme.

Auftritte führten Jaap Blonk durch alle Kontinente der Welt. Neben seinen Soloperformances arbeitete er mit den verschiedensten Musikern und Ensembles aus dem Bereich zeitgenössischer und improvisierter Musik.

Seine Musik ist auf bislang 30 CDs bei seinem eigenen Label Kontrans erschienen; andere Aufnahmen sowie Bücher mit seinen visuellen Arbeiten wurden in vielen Ländern publiziert.

jaapblonk.bandcamp.com
https://www.facebook.com/profile.php?id=61555797043741
twitter.com/jaapblonk
instagram.com/blonkjaap/

16.03.2025, 20:30 Uhr

CONTAGIOUS

Sabine Ercklentz: Trompete, Elektronik
Andrea Neumann: Innenklavier, Mixer
Mieko Suzuki: Electronics, Plattenspieler

Gegründet 2018 von zwei innovativen Stimmen aus der Berliner Improvisationsszene, Andrea Neumann und Sabine Ercklentz, vollendet mit der versierten DJ Mieko Suzuki, ist CONTAGIOUS eine Mischung aus avantgardistischen Experimenten und elektronischer Musik. Contagious sind nicht nur ein Trio. Sie sind ein ganzer Organismus. Die Eingeweide aus dem Inneren eines Klaviers, die Tonarme von Plattenspielern, das Puffen einer Trompete, der Puls diverser Effektgeräte und das Zusammenspiel von Andrea Neumann, Sabine Ercklentz und Mieko Suzuki wachsen zusammen und bilden eine Einheit, die sich ständig weiterentwickelt. Ihr Antrieb ist die Improvisation. Ihr Idealzustand ist die ständige Spannung zwischen Aktion und Reaktion, zwischen Elektronik, Akustik und Experiment. Nicht zufällig wurden die Titel des ersten Contagious-Albums nach Zwitterwesen aus der Tierwelt benannt. Neumann, Ercklentz und Suzuki spielen zusammen wie ein Lebewesen, das binäre Gegensätze überwindet und im besten Sinne des Wortes ambivalent ist: ebenso rätselhaft wie lebendig.
Arno Raffeiner

Selected Concerts since 2018:
Femal to Empower Festical, Sielent Green| Villa Concordia, DE-Bamberg | Xciting Festival, DEStuttgart | Zwingli Kirche, DE-Berlin | Exploratorium, DE-Berlin w/ Butoh dancer Yuko Kaseki | Zodiak Festival, DE-Berlin | A L’Arme Festival, DE-Berlin | Teatro Bairro Alto, PT-Lissabon | Contagious [De- Constructed] at Bergamo Stereo, Hamburger Bahnhof & CTM, DE-Berlin | Morphine Showcase at Berghain, DE-Berlin | “Heroines Editions” City of Women Festival, SI-Ljubljana | Contagious [De- Constructed] at Bergamo Stereo, Ruhr Triennale, DE-Bochum | SeaNaps Festival, DE-Leipzig | Hellerau Tanzkongress, DE-Dresden | Kiezsalon, DE-Berlin

https://contagious-contagious.bandcamp.com/album/contagious
https://www.alarmefestival.de/contagious-concert-film
https://media-loca.com/contagious

Discography
CONTAGIOUS morphine records, 2019
https://contagious-contagious.bandcamp.com/album/contagious

07.03.2025, 19:00 Uhr

Ulrich Langenbach & Kersten Ginsberg * Ausstellung und Konzert in der Oberwelt

Ausstellung: Ulrich Langenbach – Räume der Absichtslosigkeit

Ulrich Langenbach ist bildender Künstler und Improvisationsmusiker, dessen Werk sich durch eine konsequente Erforschung absichtsloser Ästhetik und interdisziplinärer Ansätze auszeichnet. Seine künstlerische Praxis umfasst Installationen, Textarbeiten und Performances, die den Betrachter und Zuhörer zu einer unmittelbaren und unvoreingenommenen Auseinandersetzung mit Raum, Material und Klang einladen.

Im Zentrum seiner bildenden Kunst stehen raumgreifende Installationen, die mit minimalistischen Formen, Materialien und Strukturen die Wahrnehmung herausfordern.

Seine Textarbeiten verbinden literarische Präzision mit visueller Offenheit und stellen häufig Fragen nach der Bedeutung und Funktion von Sprache.

Als Improvisationsmusiker (E-Cello, Gitarre, Viola) widmet sich Langenbach der nonidiomatischen Musik, einer Spielweise, die sich jenseits festgelegter Stile bewegt und auf den Moment des klanglichen Geschehens fokussiert. Seine Performances entstehen im Spannungsfeld zwischen absichtslosem Experimentieren und intuitivem Ausdruck, und führen zu einzigartigen Klanglandschaften, die traditionelle Genregrenzen bewusst hinter sich lassen.

Sein mehrfach ausgezeichnetes und in zahlreichen internationalen Galerien und Museen gezeigtes Werk denkt die Disziplinen Kunst und Musik neu und setzt wegweisende Impulse. Es steht für die Kraft der Absichtslosigkeit und die Befreiung von konventionellen Erwartungen. Es lädt dazu ein, Raum, Klang und Text in einer neuen Dimension zu erleben.

Konzert: Kersten Ginsberg & Ulrich Langenbach – Klangräume der Absichtslosigkeit

Kersten Ginsberg: Schlagzeug, Percussion
Ulrich Langenbach:
Cello, Gitarre, Bratsche

Ulrich Langenbach und der Schlagzeuger Kersten Ginsberg, der unter anderem die deutsche Schule des Schlagzeugs im Sinne von Can und Einstürzenden Neubauten mit Einflüssen aus vielerlei Ecken (Weltmusik, Hip Hop, Punk, Elektronik) zu einer modernen, stets groovenden, eigenen Signatur verbunden hat, erforschen gemeinsam den Raum der freien Improvisation, in der Klänge und musikalische Gesten spontan und organisch entstehen, abseits von vorgegebenen musikalischen Stilen oder Strukturen.
In einer Mischung aus Klangkunst und Echtzeitmusik schaffen die beiden Musiker einzigartige akustische Räume, in denen Klangfarben, Texturen und Dynamik im Mittelpunkt stehen. Dabei werden die klanglichen Möglichkeiten von Streich-, Zupf- und Schlaginstrumenten ausgelotet.
Jede Aufführung wird zu einem einmaligen Dialog zwischen den Instrumenten und dem Raum, ohne vorherige Festlegung oder Erwartungshaltung. Es gibt von den beiden Musikern zahlreiche gemeinsame Veröffentlichungen.

Coop Langenbach & Ginsberg: ‚Ort, 5 stücke zur Zeit‘ auf soundcloud


www.ulrich-langenbach.de
https://soundcloud.com/ulrichlangenbach
ttps://ulrich-langenbach.bandcamp.com/music

www.oberwelt.de
www.stromraum.de