Das elektroakustische Trio von Lothar Ohlmeier, Rudi Fischerlehner und Isambard Khroustaliov wurde ohne große Fanfaren und Ankündigungen gegründet, sondern entwickelte sich organisch aus langjährigen Zusammenarbeiten der Mitglieder in verschiedenen Projekten und aus gegenseitigem Interesse an der Musik der anderen. Seit 2019 hat die Band zwei Alben auf dem englischen Label Not Applicable veröffentlicht: „Hypertide over Kiribati“ und „In the Gloaming“.
Die Musik gleicht einem Gespräch unter Freunden, das sich über den Lauf des Tages entwickelt. Abends steht niemand auf, um das Licht anzuschalten, stattdessen sinkt die Dämmerung und die einhergehende Stille auf die Runde herab. Echos und Überreste des Tages werden durch diesen neuen Seinszustand gefiltert; die Sinne sind geschärft, der Verstand wach, während das Sichtbare in den Hintergrund tritt. Die Umgebung, die einst so absolut, fest und sicher schien, verflüssigt sich in einen Strom von Anspielungen und Fragen.
The electroacoustic trio of Lothar Ohlmeier, Rudi Fischerlehner and Isambard Khroustaliov came about, without fanfare or design, through mutual friendship, empathy and curiosity in each other’s music. Since 2019, the band has released two albums on the English label Not Applicable: “Hypertide over Kiribati” and “In the Gloaming.”
Imagine a conversation between friends unfolds as the day fades. No one gets up to turn the lights on, instead, they revel in the spell twilight weaves and the quieting world around them. Echos and remains of the day are filtered through this new state of being; senses on edge, wits sharpened as what is visible recedes. The surroundings that had once seemed so absolute, rigid and certain dissolve and unravel in a flow of allusions and enquiry. Thoughts and actions, adrift once more, surf the infinite flux of space and time.
Aktuelles Album https://not-applicable.bandcamp.com/album/in-the-gloaming Website https://www.rudifischerlehner.net/hypertide.html
Pressestimmen:
„The music reflects an intimate and highly nuanced, conversational mode, a democratic, three-way musical exchange of ideas and deep listening.“ Salt Peanuts
„It makes you think, but also makes you feel — and that can only be a good thing.“ Freq
„Beim Eröffnungstrack (…) wummern aus den Tiefen Soundteppiche des Elektronikers Khroustaliov, dunkel und intensiv, die einen umhüllen und ihm in die Magengrube drücken. Während Fischerlehners Schlagzeug immer wieder kleine Lawinen auslöst, bringt er die Becken zum Singen, sodass sie perfekt mit der Elektronik harmonieren. Die Bassklarinette Ohlmeiers bringt pessimistische und intensive Melodien zutage.“ Freistil
Michael Lentz: Stimme, Saxophon Marino Pliakas: Bass Michael Wertmüller: Schlagzeug
MICHAEL LENTZ (*1964) studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie und wurde 1999 mit der zweibändigen Dissertation Lautpoesie/-musik nach 1945. Eine kritisch-dokumentarische Bestandsaufnahme promoviert. 2001 erhielt er für seinen Text Muttersterben den Ingeborg-Bachmann-Preis. Im Mai 2006 wurde er als Professor auf den Lehrstuhl für Literarisches Schreiben des Deutschen Literaturinstituts Leipzig berufen, den er bis heute innehat. Lentz war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Neue Rundschau. Seit 2014 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er lebt in Berlin und Leipzig.
Michael Lentz’ Auftritte sind wuchtige, präzise inszenierte, aber nie berechenbare Konfrontationen mit unserer Sprache. Der Mensch versucht, mit den begrenzten Mitteln der Sprache etwas als vielsagend Empfundenes zu kommunizieren – Michael Lentz macht dies auf eine selten intensive Art erlebbar, wie es in der Jurybegründung für den Preis der Literaturhäuser heisst. Lentz zweifelt die Benennungskraft des Wortes an, er verlässt sich auf die Sprache als Sprache, nicht auf die Sprache als Abbildungsmaschinerie. Was dabei im poetischen Prozess herauskommt, ist ein sprödes, störrisches, wiewohl witziges und sehr kluges Sprechen und Schreiben. Eine Dosis (Sprach)Zweifel, in dieser Qualität verabreicht, hat noch niemandem geschadet. (Aus der Programmankündigung des Literaturfestivals Leukerbad)
Im Südwestrundfunk heisst es über ihn: «Michael Lentz ist zweifellos ein Sprachspieler, ein begnadeter Sprachkünstler.»
Heimwärts. Roman. S. Fischer 2024 Grönemeyer. S. Fischer 2024 Chora. Gedichte. S. Fischer 2023 Schattenfroh. Ein Requiem. Roman. S. Fischer 2018 Pazifik Exil. Roman. S. Fischer 2007
Lentz ist auch ein großartiger Saxophonist! Zusammen mit der präzisen und dynamischen Schweizer Rhythmusgruppe Pliakas/Wertmüller erkundet das Trio das bisher Unbekannte zwischen Wort und Klang. Freie Musik in Reinkultur: Ein delirierendes Kontinuum der Klangpoesie mit vorgegebenen und offenen musikalischen Strukturen. Feurig, tiefgründig, witzig!
MICHAEL WERTMÜLLER (1966) und MARINO PLIAKAS (1964) tourten seit 2004 als Rhythmusgruppe von FULL BLAST zusammen mit Peter Brötzmann hunderte von Konzerten weltweit; außerdem arbeiteten sie in verschiedenen Projekten mit Caspar Broetzmann, John Cale, Holger Csukay, FM Einheit, Peter Evans, Marian Gold, Mats Gustafsson, Keiji Haino, Toshinori Kondo, Joe McPhee, Ava Mendoza, Mouse on Mars, Jaki Liebezeit, KK.Null, Jim O’Rourke, Olaf Rupp, Mars Williams, Stephan Wittwer, Otomo Yoshihide, IVES #1, u.v.a.; Zusammenarbeit mit Pliakas‘ Avant-Trio STEAMBOAT SWITZERLAND, verschiedene Opern und Neue Musik-Kontexte mit Klangforum Wien, MusikFabrik Köln, Ensemble Courage Dresden, Hamburger Staatsoper, Theater Basel, Ruhrtriennale, Donaueschingen, Schauspielhaus Hamburg, Staatsoper Hannover etc.etc.) Beide waren mit ihren verschiedenen Bands weltweit auf Tournee (MW: William Parker Trio, Alboth!, 16-17, W2; MP: steamboat switzerland, sludge 2000 usw.).
Paul Lytton: table top percussion, bits & pieces Georg Wissel: augmented tenor and alto sax
Anlässlich der soeben auf dem auf dem arrivierten Londoner Label ConfrontRecordings erschienenen CD LOOSE CONNECTIONS
Seit 2006 amalgamieren WISSEL & LYTTON ihre spezifischen musikalischen Universen zu einem schillernden und stets unvorhersehbaren Fluss von klingenden Ideen und Assoziationen. Das Duo spielt dabei mit ebenso viel Vergnügen, wie Aufmerksamkeit und Sensibilität für den Klang und den Moment.
Saxophonist Georg Wissel versteht sich als Sculptor of compressed air und nutzt neben erweiterten Spieltechniken die unterschiedlichsten Utensilien zur klanglichen Modulation seiner Instrumente. Perkussionist Paul Lytton arrangiert und belebt seinen Fundus an sorgfältigst ausgewählten Klangerzeugern aus Haushalt und Perkussion auf seinem ‚Tisch‘.
Das Set-up von WISSEL & LYTTON hat somit den Charakter einer (akustischen) Werkstatt. Das Duo spielt ohne vorgegebene Konzepte oder versteckte Absprachen. Alle Karten werden offen ausgespielt und das Publikum wird gleichberechtigter Zeuge eines höchst assoziativen künstlerischen Prozesses.
As Paul says: “This is not about to entertain, but to stimulate your imagination!”
Das schreibt die Presse: „An unusual and engrossing concert of free dialog using tightly controlled technique between two legendary free jazz improvisers: Percussionist Paul Lytton performing on tabletop percussion and „bits and pieces“, and saxophonist Georg Wissel performing on augmented alto saxophone and tenor saxophone, from reserved intricate detail to forcefully passionate expression.“Squidco, USA
„It’s mesmerizing and delicate music. The interplay between them is fantastic. There’s never a dull moment here. Attentive listening required here! And deservedly so.“ (Mark Daelman-Sikkel in Vital Weekly1456)
„The Lytton-Wissel alliance is in no way fortuitous or random, but can be seen as an existential poetic drift. The blower’s trajectory follows in the footsteps of the Evan Parker of the duo with Lytton, of Doneda, Leimgruber and Zorn etc… but, above all, evolves on its own particular terrain. It’s worth pointing out that Paul Lytton is one of a handful of ‘pioneers’ among the radical ‘bruitist’ improvisers of the early days, along with Eddie Prévost, Keith Rowe, Hugh Davies, etc…. Really convincing.“ (J-M V Schouwburg in orynx-improvandsounds.blogspot.com/2024/10/)
In this program, Sharp will read selections from his latest book,Feedback: Translations From The IrRational and perform solo electroacoustic music on 8-string guitarbass and electronics.
ELLIOTT SHARP leads SysOrk, Orchestra Carbon, Terraplane, and Tectonics and pioneered use of fractal geometry, chaos theory, and genetics in musical composition and interaction.
His opera Port Bou premiered October 2014 at Issue Project Room and his suite Tribute:MLK Berlin ’64 opened the 2014 Berlin Jazz Festival. Storm Of the Eye appears on violinist Hilary Hahn’s Grammy-winning album In 27 Pieces and Turing Test for the Neue Vocalsölisten Stuttgart premiered at the Venice Biennale in 2012. Sharp has been featured at festivals New Music Stockholm, Darmstadt, Donaueschingen, and Au Printemps and is the subject of the documentary film Doing The Don’t.
Sharp was awarded the Berlin Prize for Music Composition for 2015; a Guggenheim Fellowship in 2014; a Fellowship from the Center for Transformative Media in 2014. In 2003, he received a Fellowship from the Foundation For Contemporary Art.
Sharp’s collaborators have included Radio-Sinfonie Frankfurt; singer Debbie Harry; Ensemble Modern; Nusrat Fateh Ali Khan; blues legends Hubert Sumlin and Pops Staples; pianist Cecil Taylor; multimedia artists Christian Marclay and Pierre Huyghe; and Bachir Attar, leader of the Master Musicians Of Jajouka.
From The Publisher: Feedback is a wide-ranging meditation on music, sound, artificial intelligence, consciousness, contemporary culture and politics, and the life of the touring musician. Author Elliott Sharp is considered one of the central figures in NYC’s Downtown Scene and is a composer, producer, multi-instrumentalist, visual artist, and educator. Starting from a background in the sciences, Sharp found his passion for music as a teen, and it has never abated. His philosophy is informed not just by music and its creation but by continuing studies in physics and genetics and a visceral interest in our modern world and its joys and horrors. In Feedback, Sharp engages in speculative thought about how consciousness might have arisen and what the future holds for humanity with the advent of an Artificial Intelligence that is certainly artificial but might not exactly be intelligent. The „Improviser’s Mind“ is discussed in the context of post-quantum physics, probability, socio-acoustics, and Butoh dance. Sharp loves to digress into unpredictable areas but ties it all together in an overarching narrative that is both personal and conceptual.
Marc Ribot: Elliott Sharp is among the most important musicians to come out of NYC’s Downtown Scene. His work is original and conceptually rigorous. Feedback illuminates the deep thought behind Elliott’s work and documents a key part of the NY scene. | hope the intellectual/artistic/emotional feedbacks these pages describe will continue to loop and build… into a howling resistance to the brutal homogenizing corporate technologies of our time.
„Everything makes sound, everything makes noise, and the spectacle is mesmerizing. But let’s not be mistaken, the spectacle captivates because, above all, it possesses flawless musicality. There is never any repetition; the vocabulary is certainly unusual, but from the scratching, scraping, and tearing, complemented by the omnipresence of a drum that always moves forward, emerges an unwavering energy with a deep pulse that beats like a heartbeat—the heartbeat of both the musicians and the audience.“ Review Nicolas Dourlhès , „La tournée des tourne-disques à Tours“ link, March 2024
Ein spannendes, neues Duo! Zwei Improvisatoren, die unermüdlich über die Grenzen ihrer Instrumente hinausgehen und über eine große Bandbreite an erweiterten Techniken, Präparationen und Elektronik verfügen.
Birgit Ulher lebt als freischaffende Musikerin, Klangkünstlerin und Komponistin in Hamburg. Nach ihrem Studium im Bereich der bildenden Kunst entwickelte sie eigene Spieltechniken und Präparationen mit Trompete, Radio, Lautsprechern und Objekten. Ihre Arbeit umfasst akustische und elektroakustische Projekte, Soloperformances, Konzert- und Klanginstallationen, Videos, Konzeptstücke und Konzerte im Bereich der improvisierten / experimentellen Musik. Sie hat zahlreiche Stipendien erhalten und ist mit ihrer Konzerttätigkeit international unterwegs. https://birgit-ulher.de/
Jaap Blonk (geboren 1953 in Woerden, Holland) ist Komponist, Dichter, Musiker und bildender Künstler. Er studierte zunächst Mathematik und Musikwissenschaft, brach diese Ausbildungen jedoch ab. In den späten 70er Jahren begann er zu komponieren. Wenige Jahre später entdeckte er sein stimmliches Potential, zunächst beim Rezitieren von (Laut-)Gedichten, dann beim Improvisieren und bei der Aufführung eigener Vokalkompositionen.
Nach und nach hat er auch Live-Elektronik in seine Auftritte integriert, und damit eine ähnliche Felixibilität erreicht wie mit der Stimme.
Auftritte führten Jaap Blonk durch alle Kontinente der Welt. Neben seinen Soloperformances arbeitete er mit den verschiedensten Musikern und Ensembles aus dem Bereich zeitgenössischer und improvisierter Musik.
Seine Musik ist auf bislang 30 CDs bei seinem eigenen Label Kontrans erschienen; andere Aufnahmen sowie Bücher mit seinen visuellen Arbeiten wurden in vielen Ländern publiziert.
Sabine Ercklentz: Trompete, Elektronik Andrea Neumann: Innenklavier, Mixer Mieko Suzuki: Electronics, Plattenspieler
Gegründet 2018 von zwei innovativen Stimmen aus der Berliner Improvisationsszene, Andrea Neumann und Sabine Ercklentz, vollendet mit der versierten DJ Mieko Suzuki, ist CONTAGIOUS eine Mischung aus avantgardistischen Experimenten und elektronischer Musik. Contagious sind nicht nur ein Trio. Sie sind ein ganzer Organismus. Die Eingeweide aus dem Inneren eines Klaviers, die Tonarme von Plattenspielern, das Puffen einer Trompete, der Puls diverser Effektgeräte und das Zusammenspiel von Andrea Neumann, Sabine Ercklentz und Mieko Suzuki wachsen zusammen und bilden eine Einheit, die sich ständig weiterentwickelt. Ihr Antrieb ist die Improvisation. Ihr Idealzustand ist die ständige Spannung zwischen Aktion und Reaktion, zwischen Elektronik, Akustik und Experiment. Nicht zufällig wurden die Titel des ersten Contagious-Albums nach Zwitterwesen aus der Tierwelt benannt. Neumann, Ercklentz und Suzuki spielen zusammen wie ein Lebewesen, das binäre Gegensätze überwindet und im besten Sinne des Wortes ambivalent ist: ebenso rätselhaft wie lebendig. Arno Raffeiner
Selected Concerts since 2018: Femal to Empower Festical, Sielent Green| Villa Concordia, DE-Bamberg | Xciting Festival, DEStuttgart | Zwingli Kirche, DE-Berlin | Exploratorium, DE-Berlin w/ Butoh dancer Yuko Kaseki | Zodiak Festival, DE-Berlin | A L’Arme Festival, DE-Berlin | Teatro Bairro Alto, PT-Lissabon | Contagious [De- Constructed] at Bergamo Stereo, Hamburger Bahnhof & CTM, DE-Berlin | Morphine Showcase at Berghain, DE-Berlin | “Heroines Editions” City of Women Festival, SI-Ljubljana | Contagious [De- Constructed] at Bergamo Stereo, Ruhr Triennale, DE-Bochum | SeaNaps Festival, DE-Leipzig | Hellerau Tanzkongress, DE-Dresden | Kiezsalon, DE-Berlin
Ausstellung: Ulrich Langenbach – Räume der Absichtslosigkeit
Ulrich Langenbach ist bildender Künstler und Improvisationsmusiker, dessen Werk sich durch eine konsequente Erforschung absichtsloser Ästhetik und interdisziplinärer Ansätze auszeichnet. Seine künstlerische Praxis umfasst Installationen, Textarbeiten und Performances, die den Betrachter und Zuhörer zu einer unmittelbaren und unvoreingenommenen Auseinandersetzung mit Raum, Material und Klang einladen.
Im Zentrum seiner bildenden Kunst stehen raumgreifende Installationen, die mit minimalistischen Formen, Materialien und Strukturen die Wahrnehmung herausfordern.
Seine Textarbeiten verbinden literarische Präzision mit visueller Offenheit und stellen häufig Fragen nach der Bedeutung und Funktion von Sprache.
Als Improvisationsmusiker (E-Cello, Gitarre, Viola) widmet sich Langenbach der nonidiomatischen Musik, einer Spielweise, die sich jenseits festgelegter Stile bewegt und auf den Moment des klanglichen Geschehens fokussiert. Seine Performances entstehen im Spannungsfeld zwischen absichtslosem Experimentieren und intuitivem Ausdruck, und führen zu einzigartigen Klanglandschaften, die traditionelle Genregrenzen bewusst hinter sich lassen.
Sein mehrfach ausgezeichnetes und in zahlreichen internationalen Galerien und Museen gezeigtes Werk denkt die Disziplinen Kunst und Musik neu und setzt wegweisende Impulse. Es steht für die Kraft der Absichtslosigkeit und die Befreiung von konventionellen Erwartungen. Es lädt dazu ein, Raum, Klang und Text in einer neuen Dimension zu erleben.
Konzert:Kersten Ginsberg & Ulrich Langenbach – Klangräume der Absichtslosigkeit
Kersten Ginsberg: Schlagzeug, Percussion Ulrich Langenbach: Cello, Gitarre, Bratsche Ulrich Langenbach und der Schlagzeuger Kersten Ginsberg, der unter anderem die deutsche Schule des Schlagzeugs im Sinne von Can und Einstürzenden Neubauten mit Einflüssen aus vielerlei Ecken (Weltmusik, Hip Hop, Punk, Elektronik) zu einer modernen, stets groovenden, eigenen Signatur verbunden hat, erforschen gemeinsam den Raum der freien Improvisation, in der Klänge und musikalische Gesten spontan und organisch entstehen, abseits von vorgegebenen musikalischen Stilen oder Strukturen. In einer Mischung aus Klangkunst und Echtzeitmusik schaffen die beiden Musiker einzigartige akustische Räume, in denen Klangfarben, Texturen und Dynamik im Mittelpunkt stehen. Dabei werden die klanglichen Möglichkeiten von Streich-, Zupf- und Schlaginstrumenten ausgelotet. Jede Aufführung wird zu einem einmaligen Dialog zwischen den Instrumenten und dem Raum, ohne vorherige Festlegung oder Erwartungshaltung. Es gibt von den beiden Musikern zahlreiche gemeinsame Veröffentlichungen.
Olaf Rupp – Konzertgitarre Isabel Rößler – Kontrabass Samuel Hall – Schlagzeug
Bei Rupp–Rößler–Hall handelt es sich um eine rein akustische Berliner Band, bestehend aus drei ebenbürtigen und gleichberechtigten „Stimmen“. Mit dem Ausnahmegitarristen Olaf Rupp, dem australischen Schlagzeuger und Perkussionisten Samuel Hall und der Kontrabassistin Isabel Rößler wird die übliche Konstellation von Solist und Begleitmusikern aufgebrochen.
Mittels Präparationen wird der herkömmliche Klang der Instrumente teilweise verfremdet, wodurch die Soundquelle manchmal unortbar wird und die Spielenden Klangtexturen und Strukturen erschaffen und auffächern, wobei der F l u s s der Musik weder vom Zufall noch von dominanten willkürlichen Entscheidungen geleitet wird. Statt einer Melodie erzeugen Notenabfolgen eine Art bewegenden Klang, dessen Verlauf unvorhersehbar ist.