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TRIO SOWARI – fällt aus!

© Christian Ducasse

Phil Durrant (UK) – modular synthesizer
Bertrand Denzler (FR/CH) – tenor saxofon
Burkhard Beins (GER) – perkussion

“This is disciplined, focused music, the sound of people really thinking and playing, and close attention is consistently rewarded.” The Wire

“Trio Sowari is one of European EAI’s most consistently impressive working units.”
Paris Transatlantic

Die Gruppe besteht aus dem Londoner Elektroniker Phil Durrant, dem in  Paris lebenden schweizer Saxofonisten Bertrand Denzler und dem Berliner Perkussionisten Burkhard Beins, allesamt langjährige Protagonisten der global vernetzten Experimentalmusik-Szene.

Den Computer ebenso wie analoge Synthesizer fast wie akustische Instrumente zum Einsatz bringend wurde Phil Durrant bekannt durch zahlreiche Musikpojekte, von seinem Duo mit dem Saxofonisten John Butcher bis zur Großformation MIMEO. Bertrand Denzler fasst dagegen sein Saxofon als ein Soundgenerator mit flexiblen Parametern auf und ist u.a. mit der französischen Gruppe Hubbub und dem Pariser Orchester ONCEIM aktiv. Burkhard Beins bringt nicht nur die Trommeln und Becken seines Schlagzeugs zum Klingen, sondern nutzt diese auch als Resonanzkörper, um damit verschiedenste Klangobjekte akustisch zu verstärken. Er ist Mitglied von Gruppen wie Polwechsel und The Sealed Knot und zudem Teil des Berliner Splitter Orchesters.

Die Musiker haben zahlreiche CDs und LPs auf Labels wie Potlatch, Grob, Confront, Erstwhile,  Zarek, Matchless, For4Ears, Emanem, Mikroton, Creative Sources, Ambiances Magnétiques oder Hat Hut veröffentlicht. Alle drei haben sehr ausgeprägte individuelle Spielweisen und Personalstile auf ihren jeweiligen Instrumenten entwickelt. Gemeinsam lassen sie ein ganz spezifisches analog/digitales Klangfeld entstehen, in dem sie sich frei bewegen und asymmetrische Formen und Strukturen erzeugen.

Das Debutkonzert von Trio Sowari fand im November 2004 im Centre Culturel André Malraux in Vandœuvre-lès-Nancy statt. Sie traten auf Festivals wie dem LMC Festival (London), Frakture (Liverpool), Musiques Innovatrices (Saint-Etienne), Rebonds (Albi), GRIM (Marseille), Jazz à Mulhouse/Météo (Mulhouse), NPAI (Parthenay), Ear We Are (Biel-Bienne), Crak (Paris) auf und konzertierten an Orten wie dem Instants Chavirés (Montreuil/Paris), Museum of Modern and Contemporary Arts (Strasbourg), Cave 12 (Geneva), Petit Faucheux (Tours), WIM (Zurich), Q-02 (Brussels), Pannonica (Nantes), t-u-b-e (Munich), Crak Festival (Paris), Bruisme Festival (Poitiers), Exploratorium (Berlin),…

Trio Sowaris erste CD “Three Dances” erschien 2005, ihre zweite CD “Shortcut” 2008 auf Potlatch. Beide wurden im Studio La Muse en Circuit Centre National de Création Musicale in Alfortville aufgenommen. Ihre dritte CD “Third Issue” wurde 2018 auf Mikroton veröffentlicht.

Trio Sowari’s first release, Three Dances, was one of the musical highlights of 2005. Happily, their follow-up, Shortcut, is every bit as good. – Brian Marley, Signal To Noise

www.burkhardbeins.de/groups/trio_sowari.html

DEBACKER * HÜBSCH * JAVAID

Marlies Debacker: Klavier und Clavinet
Carl-Ludwig Hübsch: Tuba
Salim Javaid: Saxofone

Das Konzert wird in der Christuskirche, Daimlerstraße 17 in Bad Cannstatt stattfinden.
Karten ab 19 Uhr oder Vorbestellung*.

Diese Namen sollte man sich merken: Marlies Debacker und Salim Javaid. Die belgische Pianistin und der Saxophonist mit tschechisch-pakistanischen Wurzeln sind zwei ausgeprägte Persönlichkeiten der jungen Generation der improvisierten und Neuen Musik Kölns. Im Trio spielen sie mit dem Tubisten Carl-Ludwig Hübsch, Initiator zahlreicher hochkarätiger Improvisations-Projekte, wie z.B. Ensemble X, Duo Hübsch Minton, Hübsch Martel Zoubek, Multiple Joy[ce] Orchestra und mehr.

Die Musik des Trios folgt klanglich präzise ausgehörter Interaktion vom Feinsten. Scheinbar vielfältige Ansätze werden von einem konsequenten, bis auf den kleinsten Moment fokussierenden Spiel getragen. Erweiterte Spieltechniken, „normale Klänge“, scheinbar Banales oder auch Virtuoses findet in diesem Universum vorurteilslos seinen Platz. Die Form entsteht von selbst, zusammengehalten vom reichhaltigen Hörschatz der drei Protagonist*innen. Diese Vielfalt hat hat System: als Veranstalter*innen und „Hausband“ der Kölner Improvisationsreihe ‘Plattform Nicht dokumentierbarer Ereignisse’ treffen die drei seit Jahren auf verschiedenste Vertreter*innen der Improvisation.

Das Konzert wird selbstverständlich im Rahmen eines CV-Konzeptes entspannt mit max. 25 Einzelpersonen- oder Paaren aus einem Haushalt stattfinden.
*Kartenvorbestellungen über eh@frommann-holzboog.de möglich.

Hörbeispiele


VERTIGO TRANSPORT – Burkhard Beins & Marta Zapparoli

Foto: Roberto Duarte

Marta Zapparoli: Bandmaschinen, Tonbandgeräte, Mikrofone, Sensoren, Ultraschall-, analoge und digitale Werkzeuge, Antennen, Rundfunkempfänger und Detektoren

Burkhard Beins: Analoge Synthesizer, vorbereitete Sounddateien, elektronische Behandlungen, Filtermatrix, Loopers, Walkie Talkies und Schlaginstrumente

In Vertigo Transport erkunden die experimentellen Musiker Marta Zapparoli und Burkhard Beins unbekannte elektroakustische Gebiete voller rhythmischer Details und dunkler Schönheit. Durch die Integration einer Vielzahl von Maschinen interagieren die beiden Musiker in Echtzeit miteinander, aber auch mit ihrer ortsspezifischen Umgebung. Die gegenseitige Einspeisung ihrer einzelnen Signale trägt zur Komplexität ihrer faszinierenden musikalischen Begegnungen bei.

http://www.burkhardbeins.de/groups/vertigo.html
https://soundcloud.com/user-288403127

K L A N K

spielt

Reinhart Hammerschmidt (Kontrabass), Markus Markowski (Gitarre, Elektronik), Christoph Ogiermann (Violine), Tim Schomacker (Schlagzeug), Hainer Wörmann (Gitarre)

Das MusikAktionsEnsemble KLANK, gegründet 2008, versammelt die ästhetischen Vorgeschichten und die musikalischen Herangehensweisen von vier eigenwilligen Improvisatoren, als da sind: Reinhart Hammerschmidt (auch Kontrabass), Hainer Wörmann (auch Gitarre), Christoph Ogiermann (Komponist, Instrumentalist, auch Violine), Tim Schomacker (Soundperformer und Alltagsschlagzeuger) sowie Markus Markowski (Gitarrist und Elektroniker). In der Auseinandersetzung mit ästhetischen Konzepten und Spielweisen des 20. Jahrhunderts machen sie die Klangerzeugung und performativen Potenziale konzertanter Musik sichtbar, erproben das eigene Instrumentarium, eignen sich nicht-musikalische Gegenstände und Materialien als Instrument an und erkunden in Echtzeit die komplexe und dichte Logik von frei improvisierten Interaktionen.

In eigenen Worten:
Na Hörnsehmal! – Gut zehn Jahre sind seit der Existenzbegründung von KLANK ins Land gegangen – und alles andere als spurlos vorbei am MusikAktionsEnsemble. Wie sie da raumgreifend agieren, einvernehmlich anbocken gegeneinander, Lösungswege vorschlagen und verwerfen ad hoc, voller gezielt immer wieder unvertrauter Intimität und sich dabei heranrobben an Zeug, das noch gar nicht wusste, dass es Instrument werden will. Sichtbare Echt-Zeit-Musik also, die ihre Herkünfte nicht verheimlicht. Und die aus ihren Trieb- und Hebelwerken so gar keinen Hehl macht. Die Herstellung zeigt von dem, was hin-, aus- & dargestellt wird.
http://www.klank.cc